Kundenbrief – Familie Bornhöft mit Kessie

Als wir unsere Bouvier Hündin Kessie bekamen, war sie schon 6 Jahre alt und gut erzogen: sie akzeptierte sofort ihren Schlafplatz, blieb am Eingang sitzen, damit die Pfoten abputzen konnte, leerte den Fressnapf erst nach unserer Aufforderung u.v.m..
Besucher, Freunde mit und ohne Hund, Handwerker, Kinder, alle wurden freundlich begrüßt und beschnüffelt.
„Anderen Hunden gegenüber ist sie dominant“ hatte man uns mitgeteilt. Auf unseren Spaziergängen zog sie bei Begegnungen mit anderen Hunden derartig an der Leine, dass wir Mühe hatten, sie zurückzuhalten und zu beruhigen. Wir fingen an, die Innenstadt zu meiden und bevorzugten Hunde arme landwirtschaftliche Nutzwege.
Wir konsultierten Hundetrainer, die in der Verabreichung von Leckerlis eine Lösung des Problems sahen. Aber wie sollten wir Kessie, dieses Muskelpaket festhalten und gleichzeitig mit Leckerlis ablenken, zumal sie in solchen Momenten daran gar nicht interessiert war.
Dann führte uns ein Zufall zu Silke Schwarz.
Frau Schwarz kam zu uns nach Hause und Kessie gewann sofort ihr Herz durch gutes Benehmen. Wir vereinbarten Trainingsstunden, in denen Herr, Frau und Hund gleichermaßen viel lernen sollten.
Beim folgenden Training waren immer 2 bis 5 weitere Hunde mit ihren Haltern anwesend und begegneten Kessie, die sich unter den Worten und Maßregeln von Frau Schwarz zunehmend beruhigte und sich disziplinierter benahm. Entscheidend war dabei, dass auch wir unser Verhalten unter Anleitung von Frau Schwarz änderten.
Wir durften nicht in Erwartung eines Fehlverhaltens nervös werden, sondern wir mussten ihr deutlich machen, dass sie ruhig und entspannt (wie wir) anderen Hunden begegnen musste. Kessie wurde am Halti geführt, ein fester Griff ins Fell und ein entschiedenes „nein“ machten ihr klar, was wir von ihr erwarteten. Wenn sie sich angemessen verhielt, wurde sie durch ein beruhigendes Handauflegen belohnt.
In jeder weiteren Trainingsstunde gelang es Kessie und auch uns schneller die gewünschte Verhaltensweise zu erreichen.
Nach der 5.Trainingseinheit gingen wir ohne Frau Schwarz und ihre Crew spazieren.
Genauso gelassen wie wir begegnete Kessie 3 frei laufenden Hunden.
Danke, Silke Schwartz.